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Donnerstag, 29. Oktober 2015

Spieluhr nähen

Es gibt so viele tolle Melodien für Spieluhren, nur leider sind in den meisten Spieluhren die Standardlieder (Lalelu, der Mond ist aufgegangen, Weißt du wieviel Sternlein...). Das sind zwar auch schöne Lieder, aber auch nichts besonderes mehr. Daher habe ich mich dazu entschlossen im Internet eine Spieluhr zu kaufen und selber das Kuscheltier zu nähen. 
Alternativ kann man natürlich auch ein schönes Kuscheltier kaufen, es an einer Stelle vorsichtig auftrennen und dann die Spieluhr hineingeben.

Zunächst habe ich die Spieluhr wie ein Geschenk mit Fließ eingepackt und vernäht, damit sie später immer gut gepolstert ist und das Kuscheltier trotzdem schön weich wird:


Als Motiv habe ich mich für einen kleinen Elefanten entschieden und dazu zwei verschiedene Stoffe gekauft (es reichen schon  je 20 cm Stoff, da das Kuscheltier ja nicht so groß wird). Für den Körper habe ich Frotteestoff in einem hellen Lilaton gekauft und für die Ohren und Füße einen Baumwollstoff in dunkelila mit helllila Sternchen drauf. 
Dann habe ich den Elefanten auf ein Blatt Papier gemalt und mir somit eine grobe Schablone angefertigt.
Zwischen die beiden Hälften der Elefantenohren habe ich eine Lage Fließ genäht, damit sie mehr Stabilität haben und auch schön weich sind. Die Ohren habe ich nämlich nicht noch mit Watte ausgestopft, denn dann würden die viel zu dick werden oder knuddeln.


Hier einmal der fertige Kopf. Dazu einfach zweimal die Kopfform aus dem Frotteestoff ausschneiden (Nahtzugabe nicht vergessen). Da die Ohren an einer runden Stelle eingenäht werden müssen, ist das etwas schwieriger, denn auf links gedreht, geht die Wölbung in die andere Richtung. Daher mein Tipp: erst beide Ohren an eines der Kopfteile festnähen und dann erst die beiden Kopfteile zusammennähen (eine kleine Öffnung zum Füllen lassen). Mit einem etwas dickeren Garn habe ich vorher noch die Augen aufgestickt und den Kopf dann mit Füllwatte ausgestopft.


Dann habe ich den Elefantenkörper genäht und zunächst mit den Füßen und Händen angefangen. Diese sind jeweils einzeln gefüllt und zugenäht, damit sich beim Kuscheln später die Füllwatte nicht in den Körper verschieben kann. Dann habe ich die Arme und Beine an eine Körperhälfte genäht und bei den Füßen einen kleinen Schlitz für die Beine in den ovalförmigen Stoff geschnitten:


Anschließend die Spieluhr hineingeben und die beiden Körperhälften zusammen nähen. Dabei eine Stelle oben zum Füllen offen lassen und die Beine nicht schließen. Diese schwierige Stelle habe ich dann per Hand ganz vorsichtig gemacht, da man ja die Schnur nicht mit festnähen darf. Zum Schluss wird der Körper mit Füllwatte ausgepolstert. Dabei darauf achten, dass die Spieluhr möglichst mittig platziert wird und die Schnur noch lang genug ist, sodass sie unten heraushängt. Anschließend alles zunähen und nur noch den Kopf am Körper befestigen:


Freitag, 23. Oktober 2015

altes Fell wie neu

Diesen Trick habe ich auch schon bei dem alten Lammfell angewendet, auf dem ich schon als Baby gelegen habe. Ich habe das Lammfell zunächst mit viel Weichspüler gewaschen (dadurch bleibt das Leder geschmeidiger) und es beim Trocknen immer wieder durchgeknetet und gezogen, damit alles weich bleibt. Anschließend war das Fell natürlich so zottelig, wie auch diese süße Jacke und das sieht leider nicht so schön aus.


Daher habe ich eine Bürste mit wenigen, harten Borsten gekauft und das Fell damit ausgebürstet. Natürlich geht dabei ein bisschen Fell ab, jedoch nur ganz wenig (nicht mal eine Handvoll). Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Im rechten Bild ist die linke Jackenseite noch unbehandelt und rechts schön flauschig gebürstet.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Babymützchen gestalten

Wir haben ganz viele uni weißen Babymützchen geschenkt bekommen. Damit diese nicht ganz so langweilig sind, habe ich sie einfach mit Stoffmalfarbe bunt bemalt:


Einfach und doch so viel schöner :-)

Freitag, 2. Oktober 2015

Babywunsch - Erfahrungen

Es hat geklappt! Wir bekommen ein Baby!!!
Klar, im Nachhinein kann ich auch anderen tolle Tipps geben: „das dauert halt seine Zeit“, „5 Monate sind doch gar nichts“, „mach dich nicht verrückt“…
Aber ich weiß noch ganz genau wie ich mich gefühlt habe. Das ist nicht lustig. Das hat auch nichts mit Geduld zu tun. Wenn man bereit ist für ein Baby und es sich sehnlichst wünscht, dann ist jeder Tag warten zu viel.
Das Schwierigste daran ist, dass man nichts wirklich tun kann. Klar gibt es Tipps wie „Beine hoch nach dem Sex“, „Stress vermeiden“, „der Mann soll nicht heiß duschen“, „Missionarsstellung“, „alle zwei Tage Sex“… aber mal ehrlich, wie sinnvoll sind diese Tipps und wie viel Einfluss hat man wirklich?
Natürlich hoffe ich, dass ich, wenn wir uns irgendwann Nummer zwei wünschen, viel ruhiger bin und nicht so enttäuscht reagiere, aber wenn doch, dann ist das eben so!
Ich wünsche allen, die das hier lesen, dass sie einfacher mit der Situation klar kommen und schnell schwanger werden und kann euch nur sagen: ihr seid nicht allein! Lasst euch nicht von anderen Leuten sagen, dass ihr euch nicht so anstellen sollt, die haben ja keine Ahnung wie ihr euch fühlt. Unterdrückt nicht eure Enttäuschung, sondern sprecht offen mit eurem Partner darüber, denn aufgestauter Frust ist das letzte, was man noch zusätzlich gebrauchen kann. Und das Wichtigste: Niemand ist „Schuld“ an irgendetwas und gebt die Hoffnung nicht auf, denn irgendwann klappt es wirklich!

Mittwoch, 30. September 2015

Babywunsch - Fünfter Versuch

Nächster Versuch
Gleiches Prozedere wie vorher: Enttäuschung verdauen, dass es nicht geklappt hat, neuen Mut fassen und den Ehemann schnappen: ab ins Bett ;-) und dann wieder die Wartezeit überstehen…
Kurz vor der üblichen Periode hatte ich mal wieder Schmierblutungen. Na toll, nochmal enttäuscht. Wieso klappt das denn nicht? Meine Ärztin meint, alles wäre super und wir würden bestimmt überrascht sein, wie schnell es geht. Mich überrascht das jetzt nicht mehr. Nach meinem Gefühl wird es allerhöchste Zeit!
Am Tag der üblichen Periode dann dachte ich, dass meine Gebärmutter auch mit raus will. So ein starkes Ziehen im Unterleib hatte ich seit Teenagertagen nicht mehr. Ich wartete nach der Arbeit an der Bushaltestelle und wurde von den Schmerzen sogar in die Knie gezwungen. Das war fast schon gut, denn kurz drauf verabschiedete sich mein Kreislauf. Na toll, das wird ja eine mega-Periode mit dem vollen Programm! Ich schleppte mich zurück ins Gebäude und verkroch mich erst mal auf der Toilette. Nichts. Na super, das schon wieder: Schmierblutungen, dann Periodenschmerzen und es dauert trotzdem noch. Ich schleppte mich nach Hause, legte mich ins Bett und war einfach nur schlecht drauf.
Am nächsten Morgen immer noch nichts… komisch und das Ziehen war auch weg… ich war jetzt zwei Tage überfällig. Hmmm, kurze Besprechung mit dem Ehemann: es kann ja eigentlich nicht sein, aber was wenn doch? Er findet Schwangerschaftstest unromantisch und würde es lieber beim Arzt durch Ultraschall gesagt bekommen. Ich bin dafür viel zu ungeduldig. Einfach abwarten? Jeden weiteren Tag hoffen und vor jedem Ziehen Angst haben, sich nicht auf Toilette trauen. Nein danke. Also doch ein Test. Ich hüpfte schnell aus dem Bett, zauberte den schon lange vorbereiteten Test heraus und huschte auf Toilette. Wieder zurück im Bett: Test mit dem Sichtfeld nach unten auf die Bettkante gelegt. 3 Minuten warten. Unendlich lange 3 Minuten.
Dann: sollen wir wirklich gucken? Was machen wir, wenn es nicht geklappt hat? Ist die Enttäuschung dann noch größer? Zu spät, jetzt Augen zu und durch: Test umdrehen und… zwei Striche! Aaaaahhhhh! Ich bin meinem Mann um den Hals gefallen und musste mit den Tränen kämpfen, wir bekommen ein Baby! Wahnsinn, echt jetzt? Stimmt das wirklich? Nochmal auf den Test gucken: Ja, wirklich, zwei Striche und der Positiv-Strich ist sogar dunkler als der Referenzstreifen! Wir sind überglücklich!

Dienstag, 29. September 2015

Babywunsch - Vierter Versuch

Was soll das bedeuten?
Wir befinden uns gerade in der Nerv aufreibenden Wartephase in der alles ungewiss aber auch alles möglich ist. Diese Phase mag ich am wenigsten und bin doch jedes Mal so hoffnungsvoll.
Gestern  hatte ich dann leichte Blutungen. Nur 1-2 Tröpfchen, aber auch bei den letzten Malen hat sich so meine Periode angekündigt. Wir waren enttäuscht. Schon wieder ein Fehlschlag?
Aber dann wurde ich heute Morgen stutzig: meine Periode sollte doch erst in etwas mehr als einer Woche kommen. So früh hatte ich diese Blutung noch nie...
Also habe ich erstmal wie eine Wilde das Internet durchforstet. Wenn man nur lange genug sucht, findet man immer eine Antwort, die einem gefällt. So auch ich: Einnistungsblutung.
Allerdings ist das ein sehr umstrittenes Thema und wissenschaftliche Artikel konnte ich gar keine dazu finden. Die einen behaupten diese Blutung haben nur wenige Frauen  ca. 4-6 Tage nach dem Eisprung. Andere sagen, das kann am 7.-14. Tag stattfinden und es hätten alle Frauen, nur dass es nicht alle bemerken würden und wieder andere sind der Meinung, dass es so etwas gar nicht gibt. Die begründen die Blutungen z.B. damit, dass beim Sex ein kleines Äderchen verletzt wurde...
Egal, ich glaube an die Einnistungsblutung! Warum sollte es auch diesmal nicht geklappt haben? Irgendwann muss es ja soweit sein!
Jetzt drehe ich mal wieder völlig am Rad und mein Mann ist auch noch auf Dienstreise...
Habe jetzt mal Frühtest gegoogelt. Kann man bis zu 4 Tage vor der erwarteten Periode durchführen. Ist aber nicht so genau. Daraus leite ich für mich ab: ein negativer Test bedeutet noch gar nichts, das war dann bestimmt einfach noch zu früh, aber ein positiver Test bedeutet alles! Also warum nicht testen? Verrückt gemacht habe ich mich eh schon...

Nachtrag ein paar Stunden später:
Kurz vor der Mittagspause ist mir heute soooo schlecht geworden. Ich habe schnell eine trockene Scheibe Brot gegessen und dann ging es wieder.
Jetzt vier Stunden später habe ich Sodbrennen...
Ob das alles darauf hinweist, was wir uns so sehr wünschen? Oder ob mich mein Körper mal wieder täuscht?

Symptome und doch nicht schwanger
Mir war schwindelig, meine Brüste tun weh und spannen aber dennoch habe ich Schmierblutungen. Wir hatten schon so groß Hoffnungen. Warum klappt es denn nicht? Alle unsere Freunde haben maximal drei Monate gebraucht, die meisten sind sogar direkt beim ersten Versuch schwanger geworden. Warum wir nicht?

Montag, 28. September 2015

Babywunsch - Dritter Versuch

Eine neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt!

Und los geht wieder die Achterbahnfahrt:

erster Tag der Periode:
"Ich-habs-ja-gewusst-Stimmung". Ja, ich habe keine Ahnung wie sich schwanger sein anfühlt, aber dafür weiß ich genau, wie es sich anfühlt, wenn die Periode kommt. Natürlich habe ich trotzdem gehofft, aber jetzt wird das bestätigt, was ich eigentlich schon gewusst habe.

zweiter Tag der Periode:
Jetzt kommt die ganze Enttäuschung hoch. Ich fühle mich als hätte ich versagt, der ganze Druck und auch die Verantwortung liegen gefühlt nur auf mir. Der Mann ist schließlich nur beim schönen Teil der Zeugung gefragt, aber danach beobachte ich meinen Körper mit Adleraugen. Wenn es dann nicht geklappt hat, fühle ich mich als hätte ich versagt. Blöd, ja, aber Gefühle sind nun mal nicht logisch. Mein Mann ist wundervoll. Er wünscht sich genauso ein Baby, tröstet mich und kommt mir nicht mit blöden Sprüchen, sondern fühlt wirklich mit mir. Das hilft.

letzter Tag der Periode / erster Tag danach:
Alles ist möglich! Ich fange wieder an mich gesund zu ernähren und auf meine Vitamine zu achten. Jetzt heißt es auf den Eisprung zu warten und diesmal habe ich ein gutes Gefühl (schon wieder), aber jetzt klappt es bestimmt!

erster Tag der fruchtbaren Phase:
Wie ich schon beschrieben hatte, weiß ich dank meiner schmerzenden Brüste immer ganz genau, wann meine fruchtbare Phase ist. Warum die genau dann wehtun müssen, wenn die Natur Zärtlichkeiten erwartet, weiß ich nicht. Jetzt heißt es aber möglichst jeden zweiten Tag miteinander zu schlafen. Nicht gerade romantisch, aber auch irgendwie aufregend.

Endspurt Eisprung:
So langsam geht mir die Puste aus. Natürlich liebe ich meinen Mann über alles, aber dieser Sex-nach-Plan-Druck macht mir zu schaffen. Hat es diesmal gereicht? Hätten wir vielleicht doch besser jeden Tag ausnahmslos miteinander schlafen sollen?

nach dem Eisprung:
Jetzt achte ich noch mehr auf die Ernährung. Immerhin könnte es ja sein, dass ich schwanger bin. Also keinen Alkohol, ausgewogen essen und viel Obstsalat machen.

Eine Woche vor der hoffentlich ausbleibenden Periode:
Die Hoffnung ist auf ihrem Höhepunkt. Bis jetzt hatte ich keine Schmierblutung, keine Periodenschmerzen oder Ähnliches. Manchmal streichle ich heimlich meinen Bauch und frage mich, ob da jemand drin ist...

zwei bis drei Tage vor der hoffentlich ausbleibenden Periode:
Bis jetzt hatte ich in diesem Zeitraum immer Schmierblutungen (ganz ganz wenig nur) und ab da auch typische Regelschmerzen. Jetzt gehen die Gedankenspiele los: Könnte es trotzdem sein? Mach dir nichts vor, war doch beim letzten Mal genauso. Aber was wenn doch? Noch ist es keine richtige Blutung. Mach dir keine Hoffnungen, die in Enttäuschung enden. Aber vielleicht ja doch? ...
Bis jetzt endete das leider immer in der Periode und somit geht die Achterbahnfahrt wieder von vorne los...